Christine Kruse

1965

1987 - 1994

 

1994

1994 - 1996

 

seit 1996

geboren

Studium der Freien Kunst , Hochschule für bildende Künste Hamburg bei

J. Hiltmann, W. Büttner, S. Brouwn, B. Blume

Diplom mit Auszeichnung im Fachbereich Freie Kunst

Aufbaustudium, HfbK Hamburg Fachbereich Freie Kunst

Mitorganisation der Ausstellungsräume von KX, Kampnagel Hamburg

freiberuflich tätig als bildende Künstlerin

Das Thema meiner Arbeit ist Sprache. Genauer gesagt die Alltagssprache. Dabei setze ich mich mit

Wahrnehmungsstrukturen des alltäglichen Sprachgebrauchs auseinander. Ich untersuche Worte,

Begriffe und Texte, die einen profanen Ursprung haben. Mich interessiert besonders eine bestimmte

grammatikalische Gruppierung, die der Wortzusammensetzung oder Komposition von Substantiven,

(SITTEN – GEMEINSCHAFT = SITTENGEMEINSCHAFT) Diese Wortzusammensetzungen werden

gesammelt und gelistet. Dabei bekommen die Wortfundstücke einen neuen Sinn, wenn man sie aus

ihrem Textzusammenhang herausnimmt und sowohl visuell als auch inhaltlich in einen anderen

Kontext stellt. Der Ort, an dem meine Installationen entstehen, wird immer bei der Wortauswahl

mit einbezogen. Die Arbeiten sind abhängig vom Standort. Eine Beschäftigung im Vorfeld mit den

jeweiligen räumlichen Situationen und Umgebungen ist daher notwendig. Mein Anliegen ist es,

Bezugspunkte zwischen den Objekten, Installationen und mit der Umgebung und den Menschen, die

dort leben und arbeiten zu schaffen.

 

 
Florian Borkenhagen

 

1959

Seit 1977

1980-1986

 

 

 

 

1987

1988

1982-1995

 

1990-1995

 

 

 

geboren in Frankfurt

beschäftigt er sich mir Möbilierung sowohl im konkreten als auch philosophischen Sinne

Studium Industrie-Design an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg- mit

besonderem Augenmerk auf dieSchnittstelle Mensch – Produkt – Gesellschaft.

Seine interdisziplinäre Arbeitsweise macht ihn zu einem bekannten Gestalter, der zu

unterschiedlichen Anlässen interessante Beiträge entwickelt.

Schon vor dem Diplom beginnt er als Filmausstatter zu arbeiten

Fortsetzung seiner Arbeit als Filmausstatter in Rom

baut er seine eigene Werkstatt in Paris auf

Beteiligung an mehr als 100 Ausstellungen im In- und Ausland, wobei er bei

40 Ausstellungen auch die Konzeption übernimmt

gründet und betreibt er das Laboratorio Como, ein interdisziplinäres Labor

zur Erarbeitung von Themen wie Industriearchäologie, Innenarchitektur,

Erscheinungsbilder und Design als Dienstleistung.

 

Florian Borkenhagen arbeitet mit Architektur- und Designbüros, Physikern, Film- und Theatermachern,

Industrieunternehmern und Museen und versteht sich als Grenzgänger zwischen den Welten.

Er leitet Workshops in Europa und Afrika, hält Vorträge und beteiligt sich an Seminaren. Neben seiner

Arbeit als Bildhauer und Designer ist er außerdem Mit-Initiator des Projektes „First Aid for Bad Art“ –

einem erste Hilfe Projekt für „schlechte Kunst“, das seit der dokumenta X eine ungebrochene Resonanz

in der Presse findet. Das Skulpturenprojekt „travel a head“ entstand 1998 in Hamburg und reist seit

Ende ´98 auf Containerschiffen um die Welt.

 

Hompage Florian Borkenhagen

 
Helga Lang

1961

1983 – 1988

 

Seit 1989

1993

Seit 2003

Seit 1989

in Bremen geboren

Studium an der Hochschule für gestaltende Kunst und Musik Bremen,

Diplom im Studiengang Freie Kunst, Malerei, Grafik, Film

Wohnung und Atelier in Hamburg

Geburt des Sohnes Nils

Dozentin an der Akademie Mode + Design / Hamburg

diverse Ausstellungen und Kunstaktionen im In- und Ausland

 

Seit einigen Jahren beschäftige ich mich ausschließlich mit den Farben Rot oder Blau, male rote oder

blaue Bilder. Die Farbigkeit der einzelnen Arbeiten bleibt dabei immer im Bereich einer Farbpalette, die

roten Bilder sind nur rot und die blauen Bilder nur blau. Niemals kommt es zu Überschneidungen auf

meiner Suche nach ,dem Rot‘ oder ,dem Blau‘. Die Faszination dabei liegt in der Beschränkung auf eine

Farbe, welche eine Sensibilisierung mit sich bringt und die Farbe in ihren unendlichen Facetten

erschließt. Auf dem Fußboden liegend, arbeitet der Malgrund für mich, gegen mich, lässt Pfützen

entstehen, oder saugt die Farbe in sich auf. Ich bearbeite das Format von allen Seiten und stehe

auch mitten auf dem Bild. Aggressive Phasen mit hiebartigen Pinselstrichen aus der Bewegung des

ganzen Körpers, wechseln mit ruhiger, meditativer Betrachtung. Ich schichte Farb- und Formteile

übereinander. Das Bild erhält Strukturen, wächst zusammen, Spannungen und Bewegungen entstehen,

es beginnt zu leuchten.

 

Homepage Helga Lang

 
Kyung-hwa Choi-Ahoi

1967

1987 - 1991

1988

1998

1999 - 2000

2001 - 2003

2001

 

2002

2006/2005

 

geboren in Korea

Applied Arts, Bachelor of Art, Universität Dong-duck in Seoul

Preis beim Wettbewerb Seoul Craft Exhibition

 2monatige Bühnenbild-Hospitanz

 Erasmusstipendium in der Akademie Wien bei Franz Graf

 Studium an der Hfbk Freie Kunst in Hamburg bei KP Brehmer und Werner Büttner

 Aufbaustudium an der HfbK Freie Kunst in Hamburg bei Prof. Werner Büttner

 Karl-Ditze-Preis 2000/2001Einjähriges Worpswede-Künstlerhäuser Stipendium

 Einjähriges Worpswede-Künstlerhäuser Stipendium

 Zweijähriges Hans Günther Baas Stipendium / Hamburg

 Ein Satz von 200 Tagebuchzeichnungen ist erworben von der Hamburger Kunsthalle

Die koreanische Künstlerin Kyung-hwa Choi-Ahoi, geboren 1967, ist eine Reisende im Strom des Lebens,

wandelnd zwischen den Welten, den Heimaten, den Wirklichkeiten. Ihr Logbuch sind Tagebuchzeichnungen,

(Auf-)Zeichnungen dessen, was sie im Alltag wahrnimmt, was ihre Aufmerksamkeit erregt. Mit dem Bleistift

fängt sie Begebenheiten, Menschen, Beobachtungen ein.
Mehr als 5.000 Blätter hat sie im Laufe der Zeit geschaffen: ein Projekt, das 1999 in Deutschland begann,

doch bis in ihre Kindheit in Korea zurückreicht. Schon als Schülerin kombinierte sie dort Zeichnungen

mit lyrischen Tagebuchnotizen. Daraus entstand während ihres Studiums in Hamburg eine eigene

ästhetische Form die jenseits der Intimität des persönlichen Tagebuchs als bewusst öffentliches Medium

der bildlich-sprachlichen Auseinandersetzung mit ihrem neuen Umfeld fungierte.

 
Matthias Taube

1962

1985

 

seit 1990

 

geboren in Lengede, Niedersachsen

endet eine Reihe von Erziehungs- und Ausbildungsversuchen

katholischer, schulischer, militärischer und juristischer Art an diversen Orten

freischaffender bildender Künstler

Lebt und arbeitet in Hamburg

 

Eine Ellipse ist kein von der Seite betrachteter Kreis. Eine Ellipse ist eine Ellipse, ein Kreis ist ein Kreis.

aus Matthias Taube: (Idiot, Grafikmappe, 2009) Aber es ist keine totale Befreiung. Es geht offenbar

nicht darum, mir die Last der Bilder zu nehmen. Im Gegenteil: Ich bin ihnen nicht nur nah, ich bin in

ihnen. Wenn die Bilder Löcher bekommen, wenn die Widerstände gebrochen sind, kann ich durch.

Ich falle durch. Poröse Bilder, der Zustand nach der Zerstörung: die Auflösung im Fallen - alles vergessen,

vollkommene Unwissenheit. (aus Matthias Taube: fallen, 2007)

 

Homepage Matthias Taube

 
Matthias Weber

 

1958

1982-1986

 

 

 

 

 

 

1986-1988

1989-1998

 

in Freienohl (Westfalen) geboren

Studium in FH-Aachen (Visuelle Kommunikation)
Zeichnung bei Günther Knipp
Malerei  Siegfried Ijewski und Christiane Maether,
Kunstgeschichte bei Wolfgang Becker
Atelierstipendium FH-Aachen
Gasthörer HfBK Düsseldorf
(Kunst im öffentlichen Raum/ Kaspar König)

Gasthörer HBK Hamburg, H.J. Lengner, Tomas Schütte

Freie künstlerische Arbeit in Hamburg

Homepage Matthias Weber

 
Nikos Valsamakis

1973

1993 - 1999

2000

 

2000 - 2002

2005

2006

geboren in Athen

Malerei und Kunstpädagogik an der Akademie der Künste Athen

Zweijähriges Stipendium der Akademie d. Künste Athen für Aufbaustudium

im Ausland. Ankunft in Deutschland

Aufbaustudium an der HfbK Freie Kunst in Hamburg bei Prof. Werner Büttner

Einjähriges Hamburger Arbeitsstipendium für bildende Künste

Das Bild “Cathedrale“wurde erworben von der Hamburger Kunsthalle

 

Bereits die früheren Bilder von Nikos Valsamakis bestanden trotz ihrer figurativen Ausrichtung und ihrer

unübersehbaren narrativen Elemente aus großen autonomen Partien, die unabhängig vom Bildganzen

betrachtet, ein erstaunlichesEigenleben führten. […] Farbe erzeigt der Maler durch das Zusammenspiel

zahlreicher Einzelfarben. […] Valsamakis erzeugt mit seiner Hinwendung zur Abstraktion einen Zustand,

der auf den Nullpunkt einer Malerei verweist, die nahezu losgelöst ist von jeglicher Bezugnahme auf

Landschaft, Figuration oder Narration. Worum es ihm geht, das sind ganz grundsätzliche Fragestellungen

und Probleme der Malerei. […] Auszüge aus: Nicole Büsing & Heiko Klaas: The right colour, Kat. 2009)

 

 
Roberto Spadoni

Roberto Spadoni wurde 1957 in Ravenna/ Italien geboren und arbeitete bis 1987 als Kardiologe

in Bologna bis die Liebe ihn nach Hamburg zog. Er gab Beruf, Land und Freunde auf und fing als

Objektkünstler neu an.


Spadonis Eisenwesen sind Geistgeschöpfe, die aus dem Chaos, aus dem Spiel geboren sind. Sie

sind starr und dabei doch grazil, rostig und in sich ruhend, still und demutsvoll, Geschöpfe, die darauf

warten, wahrgenommen, vielleicht gar geliebt zu werden. Jede der Figuren von Roberto Spadoni ist

ein Individuum mit eigener Seele. Man kann sagen „ordnen und drehen“ sind die beiden wichtigsten

Werkzeuge des Künstlers. Weglassen und aufhören sind seine größten Herausforderungen.

Die Synthese von Gefundenem und Erfundenem sein künstlerisches Prinzip. Der Blick für das geheime

Wesen der Dinge jedoch, dieser Blick, der den Dingen die Seele gibt, ist das eigentlich Geniale in der

Kunst von Roberto Spadoni. „Schläft ein Lied in allen Dingen die da träumen fort und fort, und die Welt

hebt an zu singen, triffst du nur das Zauberwort.“ Roberto Spadoni trifft dieses Zauberwort und deshalb

haben seine Geschöpfe auch diesen Zauber, der uns alle anrührt und mit einer entzauberten Welt versöhnt.    

 

Homepage Roberto Spadoni